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Seilbahn für Wilhelmsburg rückt in greifbare Nähe
Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 19:02 Uhr

120202SeilbahnWilhelmsburg - Die Seilbahn, die Wilhelmsburg mit St. Pauli verbinden soll, rückt wieder in greifbare Nähe. Die Investoren haben das Konzept überarbeitet. Der Bürgerverein Wilhemsburg, an dessen Spitze Hamburgs ehemalige

Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach steht, unterstützt das Projekt. Es würde eine zusätzliche Nahverkehrverbindung schaffen, über die man vom Reiherstieg aus in 20 Minuten über die Norderelbe ist.

 

Ich war schon immer dafür“, sagt Herlind Gundelach. „Wir haben es mit einem funktionierenden System zu tun. Das ist kein Experiment, es ist eine große Chance.“ Gundelach geht davon aus, dass durch eine solche Seilbahn auch die südlichen Stadtteile endlich auch vom Tourismus profitieren werden. Das sieht auch Ralph Lindenau, ihr Kollege vom Bürgerverein St. Pauli so. „Mit so einer Seilbahn gelingt dann wirklich der Sprung über die Elbe“, sagt er. „Der Süden Hamburgs, der doch immer etwas stiefmütterlich behandelt wird, würde davon partizipieren.“

Das überarbeitete Konzept, das intern in Hamburg vorgestellt wurde, bezeichnete Gundelach mit einem Wort: „Toll.“ Im Einzelnen: In Wilhelmsburg soll eine Station am Reiherstieg nahe dem Eingang zum Gelände der internationalen Gartenschau gebaut werden. Laut Investor würden dort reichlich Parkplätze und ein Anleger für Barkassen eine gute Anbindung bieten. Von dort geht es rund vier Kilometer in Richtung Norderelbe.

Für die Planungen wichtig: Die Trasse, die in einer Höhe von 20 bis 50 Metern verläuft, quert nicht ein Wohnhaus. Neben dem „König der Löwen“ soll die zweite Station gebaut werden. Diese Strecke wird nach dem System herkömmlicher Seilbahnen gebaut. Die Gondeln sollen eine Kapazität von maximal zehn Personen haben. Fahrräder können mitgenommen werden. Auch für Rolli-Fahrer ist die Nutzung unproblematisch. 15 Minuten braucht eine Gondel für die Südstrecke. Dann wird umgestiegen in die Gondeln der Nordstrecke. Sie sind größer und fassen bis zu 30 Personen. Getragen werden sie von einem Dreiteiltragesystem, die neuste Entwicklung auf dem Sektor Seilbahnen. Es wird gebraucht, um die großen, bis zum Boden verglasten Gondeln in Höhen von mindestens 80 Metern zu tragen. Auf der Südseite steht dafür ein 126 Meter hoher Mast.

Auf der Nordseite wird es ein 91 Meter hoher Mast sein, der in der Nähe der Jugendherberge Stintfang steht. Beide Masten sind extra entworfen und sollen sich durch geschwungene Linien und grazile Bauweise ins Auge schmeicheln. Endstation ist an der Glacischaussee wo bislang der Polizeikasper sein Hauptquartier hat. Von dort ist der Kiez zu Fuß in maximal zwei Minuten, der Dom mit einem Gang über die Straße zu erreichen Damit wäre die Station nicht mehr in einem Wohngebiet, was für Widerstand der örtlichen Politik geführt hatte.

Kosten wird das Projekt den Steuerzahler nicht einen Cent. Die Investoren, Stage Entertainment und Doppelmayr, der Weltmarktführer aus dem österreichischen Wolfurt, finanzieren das komplette Projekt. Angelegt ist es auf zehn Jahre, wobei die südliche Trasse zwischen Reiherstieg und Norderelbe bereits nach fünf Jahren rückgebaut werden könnte. Wie lange die Seilbahn, wird sie realisiert, dann tatsächlich fährt, liegt an Hamburg. Sie könnte noch lange als Personennahverkehrssystem dienen.

Andere Seilbahnen sind echte Renner geworden. In Koblenz verbindet die Rheinseilbahn seit Dezember 2009 die Innenstadt mit der Festung Ehrenbreitstein. Hauptziel war es, den Gästen der letztes Jahr dort stattfindenden Bundesgartenschau eine Verbindung zwischen Stadt und Ausstellungsgelände zu bieten. Ursprünglich sollte die Seilbahn 2013 wieder abgebaut werden. Mittlerweile macht sich dort die Bürgerinitiative Pro Seilbahn stark für einen weiter laufenden Betrieb. Ein Grund dafür ist die gute Öko-Bilanz zv

 
 

Kommentare  

 
#12 Nikki 2012-02-10 09:00
Ich würde die Seilbahn toll finden.
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#11 Anne 2012-02-09 13:39
Herr Lotze, Sie Wohnen sicher in unserem schönen Hamburg und auch höchstwahrschei nlich in einem anderen Stadtteil als St. Pauli. Nach St. Pauli kommen Sie bestimmt nur, um sich zu amüsieren. Das Ungetüm von Seilbahn soll nicht bei Ihnen im Stadtteil gebaut werden, aber schlagen Sie Bitte dieses doch vor, dann bin ich auch ganz Ihrer Meinung. ;-)
An Attraktivität mangelt es in Hamburg nicht, da brauchen wir so ein Monster nun wirklich nicht.
Mein Vorschlag:
Lassen Sie und doch einen Leutturm in die Berge bauen. ;-)
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#10 Joachim 2012-02-09 09:08
lol Selten so einen Unsinn gelesen. Wer glaubt, dass die Betreiber einer Seilbahn nicht bestimmen können, ob eine Dienststelle der Polizei aufrecht erhalten bleibt oder nicht der ist entwerde total naiv oder völlig......?
Wie oft ist es bitte schon vorgekommen, dass die Wirtschaft Politik bestimmt.
KLar und der Kasper kann doch einfach umziehen, ist doch ganz einfach.In dieser Zeit fällt dann halt das ganze aus. Tja einen Lobbyisten musste es hier ja geben, sicher bezahlt von der Stage, die regeln alles mit viel Geld.
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#9 Ralf Lochte 2012-02-07 14:47
*lol*. Selten so einen Unsinn gelesen. Die Betreiber einer Seilbahn werden kaum bestimmen ob eine Dienststelle der Polizei erhalten bleibt. Es war auch nie Thema, dass der Polizeikasper im Zusammenhang mit dem Projekt abgeschafft werden soll. Es gibt da für solche Situationen einen Trick. Der Kasper zieht einfach um. Die Vorstellungen finden eh in Kindergärten und Schulen statt. Und in einer Sache kann man auch sicher sein. Für die Nutzung von Grundstücken wird der Betreiber sicher Miete zahlen müssen. Mal ganz ehrlich. Hier hat jemand gar keine Ahnung.
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#8 Michaela 2012-02-05 20:35
Ja ja. Der Verkehrskasper. Ich habe gehört, dass der Kasper für die Hamburger Kinder da ist. Schön das diese jetzt für Touristen die in die Stadt gelockt werden leiden sollen.Hamburg hat ja sonst auch nichts zu bieten und es kostet den Steuerzahler keinen Cent. Haha. Alleine die Benutzung des Grundstückes für die Seibahn sind doch schon Kosten genug.
Mal ehrlich, selten so ein gefährliches Halbwissen von einem Herren hier gelesen.
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#7 Ralf Lochte 2012-02-05 16:31
Ja ja. Der Verkehrskasper. Ich hab gehört der lebt sogar von Hartz IV. Gemein. Man sollte viel mehr Kasper haben. Mal ehrlich. Selten so was unqualifizierte s gelesen. Als wenn der Verkehrskasper obdachlos würde. Alle Bauvorhaben in Hamburg, für die Polizei oder Zoll weichen mussten hatten eines gemeinsam. Die Beamten saßen später in viel besseren Gebäude.
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#6 Rainer Böhrnsen 2012-02-04 19:49
Einfach mal was wagen sagte der Schlittschuhläu fer, als er auf das viel zu dünne Eis ging. Es waren seine letzten Worte...
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#5 südstadt 2012-02-04 15:46
Das ist typisch Hamburg, ewige Provinzstadt aber Möchtegern-Metropole. Bloß nichts wagen.. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Projekt nicht realisiert wird. Unter anderem an Personen wie meinen drei Vor-Kommentatoren. Einfach mal was wagen. PRO Seilbahn!
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#4 Stephan 2012-02-04 10:37
Eine Stadt und alle Ihre Bürger, die den Wohlstand geniessen wollen, leben von den Geldern die diese Stadt erwirtschaftet. Hamburg ist eine der schönsten Städte Deutschlands, weil sie etwas dafür tut. Eine Seilbahn ist eine Touristenattrak tion. Sicher ist sie kein Nahverkehrssyst em und sicher wird sie keine entscheidende Wendung beim Sprung über die Elbe bedeuten. Trotz alledem wird sie eine neue Attraktion sein. die Hamburg weiterhin für Besucher und Reisende attraktiv macht. HAmburg denkt nicht nur an seine Bürger, wenn es Sozialprojekte fördert und möglichst alle Einrichtungen kostenlos zur Verfügung stellt. Sondern auch durch die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Tourismusbranch e, die viele Menschen in dieser Stadt am Leben hält und Ihnen Wohlstand sichert.
Sich immmer als Opfer der Willkür der Politik darzustellen ist auf Dauer auch kein Weg um offene Fragen und Befürchtungen zu beantworten.
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#3 Andy P. 2012-02-03 21:14
Wieder mal so eine überflüssige "Attraktion" für unsere Stadt. Ich dachte, die Politik hatte diesem Irrsinn schon eine Riegel vorgeschoben und das Projekt abgelehnt. Da wollen sich doch nur wieder ein paar Geschäftsleute die Taschen vollstopfen und sich das "Sahnestück" im Herzen St. Paulis für die Zukunft sichern. Die Stadt verscherbelt UNSERE städtischen Grundstücke an das Großkapital. Das mit dem Polizeikasper kann ich gar nicht glauben - das wäre eine bodenlose Gemeinheit!!!
Aber mich wundert sowieso nichts mehr...ich fühle mich als Bürger einfach nur noch hilflos!
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